Stifado: der griechische Schmortopf, den man unbedingt einmal probieren sollte

Stifado: der griechische Schmortopf, den man unbedingt einmal probieren sollte

Text: Wendy Nikolidakis - GriechenlandWeb.de

Zuletzt aktualisiert: 22-09-2026

Wer regelmäßig nach Griechenland reist, hat Stifado bestimmt schon einmal bestellt oder auf einer Speisekarte gesehen. Es ist ein köstlicher griechischer Schmortopf, der langsam mit Fleisch, kleinen Zwiebeln, Tomaten, Wein und verschiedenen Gewürzen zubereitet wird. Vor allem der Duft von Lorbeer und Piment macht Stifado so unverkennbar.

Vielleicht ist es nicht das erste Gericht, an das man bei der griechischen Küche denkt. Souvlaki, Tzatziki und Moussaka sind vielen Deutschen bekannter. Aber für uns gehört Stifado auf jeden Fall zu den Gerichten, die man während eines Urlaubs in Griechenland einmal probieren sollte.

Was ist Stifado?

Stifado (στιφάδο) ist ein traditioneller griechischer Schmortopf. Das Gericht wird lange Zeit bei niedriger Hitze gegart, wodurch das Fleisch wunderbar zart wird und alle Aromen gut in die Sauce einziehen.

Charakteristisch sind vor allem die kleinen Zwiebeln, die ganz oder fast ganz hinzugefügt werden. Dazu kommen unter anderem extra natives Olivenöl, Tomaten, Rotwein und verschiedene Gewürze. Besonders Zimt, Lorbeer und Piment verleihen dem Gericht seinen typisch griechischen Geschmack.

Und wie bei so vielen griechischen Gerichten gibt es nicht das eine Rezept, das überall genau gleich zubereitet wird. Jede Region und jede Familie hat ihre eigene Art der Zubereitung.

Stifado
Stifado

Stifado mit Rindfleisch oder Kaninchen

In den Niederlanden kennt man Stifado vor allem mit Rindfleisch. Das ist auch die Variante, die man ganz einfach selbst zu Hause zubereiten kann. In Griechenland begegnet man jedoch verschiedenen Arten von Stifado.

Eine bekannte traditionelle Variante ist kouneli stifado, Stifado mit Kaninchen. Vor allem auf dem griechischen Land und in traditionellen Tavernen findet man diese Variante noch regelmäßig.

Aber dabei bleibt es nicht. Stifado kann zum Beispiel auch mit Hase zubereitet werden, und es gibt sogar Varianten mit Oktopus. Zubereitung und Gewürze können je nach Variante unterschiedlich sein, aber das langsame Schmoren und die charakteristische Sauce bleiben wichtig.

Ein Gericht, für das man sich Zeit nehmen sollte

Stifado ist kein Gericht, das in zwanzig Minuten auf dem Tisch steht. Genau das macht einen Teil seines Charmes aus. Wenn das Fleisch langsam schmort, wird es immer zarter. Gleichzeitig ziehen die Aromen der kleinen Zwiebeln, Tomaten, des Weins und der Gewürze langsam in das Gericht ein. Das Ergebnis ist eine kräftige, würzige Sauce und Fleisch, das fast von selbst zerfällt.

Deshalb passt dieses Gericht auch perfekt in den Herbst und Winter. Draußen kalt und regnerisch? Dann ist ein großer Topf Stifado auf dem Herd genau das Richtige.

Die Griechen essen es natürlich auch, wenn es draußen 30 Grad hat.

Was isst man zu Stifado?

In einer griechischen Taverne wird Stifado auf unterschiedliche Weise serviert. Manchmal gibt es Kartoffeln oder Pommes dazu, aber auch Orzo und Reis passen sehr gut. Ein Stück Feta darf ebenfalls nicht fehlen.

Eigentlich braucht man dazu gar nicht viel mehr. Ein Stück frisches Brot, um die letzte Sauce vom Teller aufzunehmen, gehört für uns auf jeden Fall dazu.

Mit einem griechischen Salat und einem Glas Rotwein hat man sofort eine komplette griechische Mahlzeit auf dem Tisch.

Stifado
Stifado

Griechisches Stifado selbst zubereiten

Das Schöne ist, dass Stifado überhaupt nicht schwer selbst zuzubereiten ist. Man muss sich nur etwas Zeit dafür nehmen.

Stifado in Griechenland essen

Bist du in Griechenland und siehst Stifado auf der Speisekarte? Dann probiere es unbedingt einmal. Besonders in einer traditionellen Taverne, in der die Gerichte langsam in der Küche zubereitet werden, kann es unglaublich lecker sein.

Frag ruhig, welches Stifado sie an diesem Tag haben. Vielleicht steht Rindfleisch auf der Karte, vielleicht bekommst du aber auch eine traditionelle Variante mit Kaninchen serviert.

Und wenn du danach zu Hause Sehnsucht nach Griechenland bekommst? Dann weißt du, was du kochen musst!